• Image Slideshow

AUFSTELLUNG Kinder

Wenn wir Kinder therapieren, müssen wir uns bewusst sein, dass wir es mit Repräsentanten des gesamten Familiensystems zu tun haben, mit allem, was für sie Schuld und Unschuld bedeutet, mit allen Regeln, Verboten, Tabus, Vorstellungen über das Leben, Ängsten, Krankheiten und Geheimnissen. Nicht selten kommt es vor, dass eine so genannte Verhaltensstörung bei einem Kind einzig und allein daher rührt, dass es stellvertretend für seine Eltern oder ein anderes Familienmitglied etwas auslebt, was diese nicht nach aussen bringen.

Es gibt immer mehr auffällige Kinder. Verunsichert und nicht im Gleichgewicht, sei es im körperlichen oder im seelischen Bereich. Viele Kinder laufen schon in ganz jungen Jahren mit hängenden Schultern und eingezogenem Kopf herum und können den Blick nicht offen dem Leben zuwenden. Oder sie plustern sich auf, werden wild, frech und laut, damit ja keiner mitbekommt, wie klein und hilflos sie sich innerlich fühlen. Motorische Unruhe, Nicht-still-sitzen-Können, fahrig-überschiessendes Verhalten, auch Träumerei und Abwesenheit stellen die Eltern und Lehrer oft vor grosse Probleme.

Als Folge davon nimmt der Druck von Erwartungen, Anforderungen und Massnahmen für das betroffene Kind mit jedem Tag zu. Es wird ihm – dem Kind – schliesslich das Bild vermittelt, dass ES nicht in Ordnung ist und es sich als Konsequenz davon abgelehnt und nicht mehr geliebt fühlt.